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Stiftung Warentest hat fünf Online-Rechtsdienste genauer unter die Lupe genommen

Bei Ärger rund um Reise, Verkehr und Miete helfen heute Internet­dienste und Schlichtungs­stellen. Mit ihnen können Verbraucher auch ohne Anwalt oder Rechts­schutz­versicherung zu ihrem Recht kommen. Stiftung Waerentest hat fünf solcher Dienste auf die Probe gestellt. Darunter wenigermiete.de, myright.de, unfallhelden.de und Fairplane. Hier finden Sie das Fazit der Tester.

Auffahr­unfall, Flug­verspätung, Miet­erhöhung, Diesel­skandal

Auffahr­unfall oder Flug­verspätung, Miet­erhöhung oder Diesel­skandal: Obwohl sie sich im Recht fühlen, scheuen bisher viele Verbraucher den Aufwand und das finanzielle Risiko eines Rechts­streits. Sie geben klein bei und bleiben so auf ihren Ansprüchen und Schäden sitzen. Aufgrund von neuen Online-Services müssen sie das aber häufig nicht mehr.

Hier das Fazit von Stiftung Warentest zu den Rechtsdienstleistungen:

wenigermiete.de: Das Angebot von Wenigermiete.de ermöglicht tatsäch­lich die Miet­preisbremsung ohne Prozess­kostenrisiko. Allerdings: Auch wer sich selbst einen Rechts­anwalt sucht, hat zumindest dort kein besonders hohes Kostenrisiko, wo ein gut hand­habbarer Mietspiegel gilt. Wer Mitglied im Mieter­ver­ein ist oder eine Rechts­schutz­versicherung mit Mieter­schutz hat, braucht in der Regel auch nichts für die Miet­preisbremse zu zahlen und kann die gesamte Miet­preissenkung in die eigene Tasche stecken.

myright.de: Myright.de ist eine bequeme Möglich­keit, Schaden­ersatz­ansprüche gegen VW durch­zusetzen. Wenn es nicht klappt, zahlen Kunden gar nichts. Wenn es klappt, geht gut ein Drittel des Schaden­ersatzes ans Unternehmen. VW-Skandal­opfer können aber auch selbst einen Rechts­anwalt einschalten. Das macht etwas mehr Mühe, hat aber schon in mehreren Fällen Erfolg gehabt. Zahlreiche VW-Skandal-Klagen haben die Gerichte allerdings auch abge­wiesen. Bei Besitzern einer Verkehrs­rechts­schutz-Police hat der Versicherer die Kosten zu über­nehmen.

unfallhelden.de: Die Unfall­helden bieten nichts, was man als Unfall­opfer in Zusammen­arbeit mit einem selbst ausgewählten Verkehrs­rechts­anwalt nicht auch erreichen könnte. Für Auto­fahrer, die unver­schuldet Opfer eines Auto­unfalls wurden, keinen Anwalt kennen und es bequem haben wollen, ist der Dienst eine Hilfe.

Fairplane: Schaltet man Fairplane ein, wenn ein Gepächstück beschädigt wurde oder gar verschqunden ist, spart man sich die Auseinandersetzung mit der Fluggesell­schaft. Fairplane prüft den Sach­verhalt und fordert die Entschädigung von der Air­line. Dafür wird allerdings eine Provision zwischen 36 und 42 Prozent fällig. Als Alternative empfiehlt Stiftung Warentest die Schlichtungs­stelle für öffent­lichen Personen­verkehr (Söp), die ebenfalls bei Gepäck­ärger hilft – und das kostenlos. Sollte es hier nicht klappen, macht die Nutzung von Fairplane aber durchaus Sinn.

Zu den vollständigen Testeberichten

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